Klarer Blick fürs Wesentliche

Transparenz - "Mit Klarheit überzeugen. Werte aufbauen. Als Basis für solides Wachstum."

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Rohstoffpreise begrenzen Wachstum der Weltwirtschaft
Trotz des hohen Anstiegs der Energie- und Rohstoffpreise expandierte die Weltwirtschaft im vergangenen Jahr weiter. Vor allem niedrige Kapitalmarktzinsen, eine expansiv ausgerichtete Geldpolitik und die günstige Ertragslage vieler Unternehmen kompensierten den dämpfenden Effekt der hohen Preissteigerungen. Die leichte Abschwächung des weltwirtschaftlichen Wachstums im dritten Quartal 2005 konnte gegen Ende des Jahres überwunden werden. Nach 5,1 % im Vorjahr stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2005 weltweit um 4,3 %. Wesentlich für diese Entwicklung war dabei auch die Gestaltung der Lohn- und Geldpolitik, durch die keine Lohn-Preis- Spirale in Gang gesetzt wurde. Verstärkt haben sich allerdings die weltwirtschaftlichen Ungleichgewichte. Während das Leistungsbilanzdefizit in den USA auf über 6 % in Relation zum Bruttoinlandsprodukt stieg, nahm der Überschuss Chinas sowie der Öl exportierenden Länder erheblich zu.

Im Euroraum blieb die konjunkturelle Dynamik gedämpft. Während die private Nachfrage bedingt durch den Ölpreisanstieg und das geringe Konsumentenvertrauen nur schwach war, verbesserte sich die Situation in der Industrie leicht. Das Bruttoinlandsprodukt stieg in 2005 in den EU-Ländern um 1,3%. Dabei markierte Spanien mit 3,2 % die höchste Steigerung und Italien mit 0,4% den geringsten Anstieg der großen EU-Länder.

Nach den Naturkatastrophen in den Vereinigten Staaten und einer leichten Normalisierung der im Laufe des Jahres massiv gestiegenen Kraftstoffpreise hat sich die Stimmung in der amerikanischen Wirtschaft zum Jahresende wieder gebessert. Die US-Wirtschaft zeigte sich gegen Jahresende in einer robusten Verfassung. Gegenüber dem Euro konnte der US-Dollar sogar an Stärke gewinnen. In Brasilien setzte sich der in 2004 begonnene wirtschaftliche Aufschwung weiter fort. Deutlich gestiegene Exporte ließen in 2005 auch die Binnennachfrage anspringen und die Zahl der Beschäftigten steigen.

Mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 9,2 % war China auch im vergangenen Jahr Wachstumsmotor der Region Asien. Der hohe Rohstoff- und Energiebedarf war dabei der Auslöser der weltweit hohen Preissteigerungen. Die Exporte und der Außenhandelsüberschuss stiegen auf ein neues Rekordniveau. Allein im Handel mit den USA verbuchte China einen Exportüberschuss von 91,6 Mrd. EUR mit der Folge, dass sich Forderungen nach weiteren Schritten in der Währungsund Wechselkurspolitik sowie nach Einfuhrbeschränkungen verstärkt haben.

In Japan setzte sich die wirtschaftliche Expansion trotz der hohen Ölpreise weiter fort, die Gesundung der Wirtschaft nach der lang andauernden problematischen Entwicklung machte weitere Fortschritte. Die japanische Notenbank behielt aufgrund des anhaltenden Preisrückgangs ihre expansive Geldpolitik bei.

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